Unser Verein
Textbeitrag "BSW" von Gert-Eberhard Thalau (PDF-Datei)
Mitte der 1980er Jahre fanden sich einige begeisterte Modellbahner aus Lübeck und Umgebung zu
einem Stammtisch zusammen und gründeten dann am 28.02.1987 die Kultur- und Freizeitgruppe im
Bahn-Sozialwerk (BSW) mit dem Namen „BSW-Modellbahn Lübeck“.
Ziel war die Pflege des Eisenbahninteresses und der Modelleisenbahnbau. Pate für den Modellbau
stand das damals entwickelte Modulbau-System der Barsinghausener Modellbahner, das „Nordmodul
-System“. Besonderes Interesse fand der Nachbau nach Vorbildern der DB aus dem Bereich unserer
norddeutschen Heimat.
Zunächst ohne Domizil, baute jedes Mitglied seine Module zu Hause. Auf Gemeinschaftstreffen wurde
dann eine größere Anlage einem interessierten Publikum vorgestellt. Nach längeren Bemühungen
fanden wir dann eine Bleibe im ehemaligen Pumpenhaus des Bahnbetriebswerkes Lübeck, allerdings
ohne Heizmöglichkeit. Eine weitere Station war dann ein nicht mehr benötigter Kioskraum im
Strandbahnhof in Travemünde. Leider gab es hier Probleme mit der Energieversorgung und einige
Module wurden bei einem Einbruch von jugendlichen Vandalen zerstört. Nach weiterer Suche bot uns
die DB AG dann im Sommer 1995 geeignete Kellerräume im Empfangsgebäude des Bahnhofs Bad
Schwartau an. Heizung und Strom waren vorhanden, leider konnten wir hier nur basteln. Für
Außtellungen mussten wir uns entsprechende Räumlichkeiten suchen. Ein Angebot der Stadt Bad
Schwartau, die Räume in der Feuerwache zu nutzen, kam uns sehr entgegen. Daraus entwickelte sich
eine Partnerschaft, die uns Mut machte in Bad Schwartau zu bleiben.
Die Umstellung der alten mechanischen Signalsicherungstechnik bei der DB auf elektronische
Stelltechnik (ESTW) im Jahr 2003 setzte im Großraum Lübeck 16 alte Stellwerke frei. Dazu gehörten
auch die 4 Bad Schwartauer Stellwerke „Wr, „Wl“, „Sf“ und „Sn“. In Verhandlungen mit der DB AG
gelang es uns, das Wärterstellwerk „Sn“ am nördlichen Bahnhofskopf in Bad Schwartau langfristig zu
mieten. Um das Stellwerk erhalten zu können, gründeten wir am 16. April 2005 den Verein
„Eisenbahnfreunde Bad Schwartau e. V.“. Die BSW-Gruppe wurde integriert. Der Zweck des Vereins
wurde erweitert: Neu hinzu kam die Erhaltung eisenbahntechnischer Einrichtungen und die Sammlung
von Unterlagen über das Eisenbahnwesen.
Heute hat unser Verein 3 Standbeine:
* Erhaltung und Pflege des Stellwerks „Sn“, inklusive des Hebel- und Blockwerks des
ehemaligen Wärterstellwerks „Wl“ (ehem. Bahnhof Schwartau-Waldhalle“), sowie
Eisenbahnutensilien,
* Pflege eines kleinen Archivs mit eisenbahnspezifischen Unterlagen (Literatur,
Dienstvorschriften, Lageplänen von Bahnhöfen der ehem. Bundesbahndirektion Hamburg usw.),
* Modellbahnbau
Ein besonderes Augenmerk gilt der Jugendarbeit und so konnten wir 2009 eine Jugendgruppe
einrichten.
Zur Unterstützung unserer Arbeit haben wir die Gemeinnützigkeit beim Finanzamt beantragt und
erhalten. Das hat uns sehr geholfen, die erforderlichen Arbeiten auszuführen. Das gesamte Gebäude
musste saniert und renoviert werden: Mauerlücken wurden geschlossen, eine Zwischendecke
eingezogen, Decken und Fußböden mussten saniert werden, die Elektrik wurde erneuert, das Dach
erneuert, Fenster gestrichen usw. Eine Vielzahl von Sponsoren hat uns bei diesen Arbeiten finanziell
und materiell unterstützt. Dafür sind wir sehr dankbar.
Aber auch unsere Mitglieder haben sich aktiv an den Arbeiten beteiligt, bis 2009 haben wir weit über
6000 „Fronstunden“ geleistet.
Erst jetzt können wir uns wieder verstärkt unserer Vereinsarbeit widmen. Wir haben einen tatkräftigen
Archivar gefunden, der Ordnung in den Bücher-, Pläne- und Papierkram bringt.
Das 1994 begonnene Modularrangement des Bahnhofs Bad Schwartau im Maßstab 1:87 wurde mit
einem Schattenbahnhof versehen. Das Block- und Hebelwerk „Wl“ wird funktionstüchtig hergerichtet.
Modellbahn-Außtellungen und –Börsen werden jährlich veranstaltet. Ausflüge zu anderen Vereinen
und Veranstaltungen runden die Aktivitäten ab.
Insgesamt können wir mit dem bisher Erreichten zufrieden sein. Unsere Aktivitäten finden in der
Öffentlichkeit Anerkennung und Zustimmung. Die örtliche Presse berichtet positiv. Doch ausruhen ist
nicht angesagt. Unser Hobby soll nicht nur uns Freude bereiten und Spaß machen, wir wollen auch
weiterhin unsere Arbeiten einem breiten Publikum präsentieren und Freunde der großen und kleinen
Eisenbahn begeistern und selbstverständlich für uns gewinnen.
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Wir freuen uns über jede Spende, |