H0 Nordmodul

Geschichte und Entwicklung des Nordmoduls

Der Bau von Nordmodulen war Keimzelle des Vereins. Dieses Modulsystem wurden Anfang der 1980ziger Jahre vom MEC Barsinghausen entwickelt. Als Vorbild dienen norddeutsche, zweigleisige Hauptbahnen. Auch lange Züge können in diesem ‚vorbildgetreuerem‘ Anlagenkonzept gefahren werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass auch Modellbahnbegeisterte mit wenig Platz in den eigenen 4 Wänden das Bauen von Anlagen ermöglicht wird. Die Module sind 60 cm breit und beliebig lang und passen somit in jedes Wohn- oder Bastelzimmer. Bei Ausstellungen lassen sich dank der Normung aus den einzelnen Modulen beliebig große Anlagen zusammenbauen.

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Die erste Ausstellung. Als Gast des MEC Barsinghausen auf der Messe „Du und Deine Welt“ 1988 in Hamburg.
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Ausstellung im Museum des Kreises Ostholstein. Erstmals mit dem Bahnhof Bad Schwartau (rechts im Bild).
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Anfang der 1990ziger Jahre wurden regelmäßig Ausstellungen in Bad Doberan, gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Mecklenburgische Eisenbahnen (IGME), durchgeführt.

Diese Idee fand schnell Verbreitung und wird noch heute von vielen Vereinen gelebt. Über die Jahre haben sich zahlreiche Varianten des ursprünglichen Nordmoduls entwickelt, die leider nicht alle kompatibel zueinander sind. Dem entgegen wirkt die „Arbeitsgemeinschaft Nordmodul“ (ArGe Nordmodul). sie besteht aus den aktiven Nordmodul-Vereinen und stellt so ein Forum für den technischen Fortschritt und die Weiterentwicklung der Norm zur Verfügung. 

Dank der Kompatibilität innerhalb der ArGe Nordmodul werden kontinuierlich gemeinsame Ausstellungen  organisiert,  wie beispielsweise 2011 in Buseck. 

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Der Bahnhof „Rahlsbek“ in Buseck 2011
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Aufbau der Ausstellungsanlage in der Spiel- und Hobbywelt Buseck.

 

Technik und Normung

Nordmodul-Anlagen werden analog betrieben, dadurch können sehr große Anlagen mit  wenig Personal betrieben werden. Die Züge verkehren dabei, genau wie im Vorbild, im Raumabstand, welcher durch ein automatisches Blocksystem sichergestellt wird.  Lediglich die Betriebsstellen, die die Reihenfolge der Züge ändern können (beim Vorbild Zugmeldestellen genannt), müssen mit Personal besetzt werden. Die Blockstellen dafür sind fest in die jeweiligen Module eingebaut. In der Grundausstattung besitzt eine Blockstellen ein Signal mit entsprechendem stromlosen Gleisabschnitt und ein Gleiskontakt. In Grundstellung zeigt das Signals ‚Fahrt‘. Befährt ein Zug den hinter dem Signal liegenden Gleiskontakt, fällt das Signal auf ‚Halt‘. Gleichzeitig wird über die Ringleitung ‚zurück-geblockt‘ und das davor liegende Signal geht wieder in Fahrtstellung. 

Für die Fahrstromversorgung, das Blocksystem und weitere elektrische Verbraucher gibt es eine genormte elektrische Schnittstelle mit der alle Module untereinander verbunden werden. Heute wird für die Steckverbindung der Ringleitung ein Sub-D Stecker benutzt. Die Belegung der Leitung und die Verwendung der Stecker wird auf der Seite der ArGe Nordmodul erklärt.

 

Abb. 2: Die Schwesterlastgruppe der Bundesbahn entlädt im Vorortbahnhof Rahlsbek seine Zugmaschinen Abb. 3: Die Köf kehrt von der Bedienung der Awanst zurück passiert die Bk Bölterkamp

Abb. 4: Eine 1206 von Northrail fährt an dem alten Stellwerk einer Blockstelle vorbei
Abb. 5: Übersicht über die Ausstellungsanlage vom September 2012
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Abb. 7: Überblick über die Ausstellungsanlage im Januar 2015

 

 

Übergang zu zweigleisigen Fremo-Modulen

Anlässlich der Ausstellung in Buseck 2011 haben wir zwei Übergangsstücke gebaut, mit denen man auch zweigleisige Fremo-Module in Nordmodul-Anlagen einbauen kann. Selbstverständlich ergibt sich damit auch die Möglichkeit Nordmodule in Fremo-Anlagen einzubauen. Um für beide Anwendungsfälle glaubhaft und/oder unauffällig den Gleismittenabstand anzupassen, wurden beide Module im Gleisbogen angelegt. 

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Die 1206 befährt die Betonunterführung auf dem Übergangsmodul von Nordmodul auf Fremo (zweigleisig).
Die beiden Übergangsmodulen können, direkt zusammengesetzt, natürlich auch in einer reinen Nordmodul-bzw. Fremo-Anlage eingesetzt werden. Durch den Gleisbogen kann der Gleismittenabstand glaubhafter und eleganter verändert werden.

 

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